Ligaordnung

Hessische Trampolin-Liga

Ligaordnung

1.

Allgemeines

 

1.1

Die Hessische Trampolin-Liga, für männliche und weibliche Aktive aller Altersklassen, ist eine Wettkampfeinrichtung des Hessischen Turnverbandes zur Ermittlung der Hessischen Vereinsmeister im Trampolinturnen. Vorrang genießen nur nationale und internationale Wettkämpfe.

1.2

Die Hessische Trampolin-Liga ist unterteilt in: Oberliga (höchste hessische Liga), Erste- und Zweite Landesliga, sowie Jugendliga. Die Jugendliga rangiert neben den Ligen.

1.2.1

In den Ligen starten jeweils maximal neun Mannschaften. In der Jugendliga starten innerhalb der Gruppen neun Mannschaften, die Anzahl der Gruppen ist nicht beschränkt.  Die einzelnen Gruppen sollen bis auf eine Mannschaft gleich groß sein.

1.3

Träger der Hessischen Trampolin-Liga sind die teilnehmenden Vereine.

1.4

Die Vertreter der Vereine und der Landesfachausschuss Trampolinturnen sind zuständig für Fassung und Änderung dieser Wettkampfordnung. Die Beschlüsse bedürfen der Zustimmung durch die Landestagung.

1.5

Die Vereinsvertreter wählen den Trampolin-Ligaausschuss von drei Personen auf vier Jahre.

Die Gaufachwartetagung wählt auf Vorschlag der Vereinsvertreterversammlung den Vorsitzenden für den Hessischen Trampolin-Ligaausschuss auf vier Jahre. Der Ligavorsitzende hat Sitz und Stimme im Landesfachausschuss Trampolinturnen.

2.

Zusammensetzung der Mannschaften und Startberechtigung

2.1

Die für die Mannschaft vorgesehenen Teilnehmer sind bis zum festgelegten Termin dem Ligaausschuss zu melden. Für Vereine, die in mehreren Ligen starten, gilt folgender Zusatz: Ein Aktiver darf nur für eine Mannschaft und einen Verein gemeldet werden. Ein einmaliges Aushelfen für eine höher turnende Mannschaft ist möglich. Danach verliert der Aktive das Startrecht für die höher turnende Mannschaft. Ein Start in einer niedriger turnenden Mannschaft ist nicht möglich. Teilnahme der Liga nach Vereinszweitstartrecht ist erlaubt, vorausgesetzt eine Startpasseintragung liegt vor Beginn dem Liga-Ausschuss schriftlich vor.

Anmerkung: Turnt ein Verein mit mehreren Mannschaften in einer Liga (unterste Liga), muss vorher festgelegt werden, welche Mannschaft als „höher turnend“ zu werten ist (1. Mannschaft, 2. Mannschaft).

Dies gilt auch für die Jugendliga

Nachmeldungen während der Wettkampfsaison sind möglich. Diese sind beim Ausschuss mindestens 14 Tage vor dem ersten Wettkampfeinsatz unter Beigabe der Startkarten vorzunehmen.

2.2.

Teilnehmer der Jugendliga dürfen uneingeschränkt in Ligen bzw. Bundesliga eingesetzt werden, sofern nicht gegen 2.1 verstoßen wird. 

2.3

Pro Verein darf je nur eine Mannschaft in einer Liga starten. Ausnahme bildet die unterste Liga und die Jugendliga, hier dürfen beliebig viele Mannschaften pro Verein gestellt werden.

2.4

Eine Mannschaft besteht in den Ligen aus beliebig vielen Aktiven aller Altersklassen. In der Jugendliga dürfen nur Aktive eingesetzt werden, die im Wettkampfjahr nicht älter als 13 Jahre werden. Es dürfen an einem Wettkampftag maximal acht Teilnehmer eingesetzt werden, im Pflicht- und den Kürdurchgängen jeweils maximal sechs Teilnehmer. Die vier höchsten Endnoten pro Durchgang bilden das Wettkampfergebnis.

2.5

Teilnehmer können nur Wettkämpfer im Hessischen Turnverband sein.

3.

Durchführung der Wettkämpfe

3.1

Der Ligaausschuss setzt die Wettkampftermine fest.

3.2

Die Wettkämpfe finden in der Regel im ersten Halbjahr statt. Die Jugendliga wird im Herbst durchgeführt.

3.3

Die Wettkämpfe bestehen aus einer Pflicht- und zwei Kürübungen. Es gelten folgende Mindest-Pflichtübungen:

Oberliga: Pflicht P6 (DTB-Aufgabenbuch)

Erste Landesliga-Liga: Pflicht P5 (DTB-Aufgabenbuch)

Zweite Landesliga: Pflicht P4 (DTB-Aufgabenbuch)

Jugendliga: Pflicht P3 (DTB-Aufgabenbuch)

Time of Flight (ToF) kommt nicht zur Anwendung.

3.3.1

Die DTB Richtlinien für das Wettkampfgeschehen werden in der Liga nicht angewandt, das bedeutet, dass im Pflichtdurchgang der Schwierigkeitsgrad nicht angerechnet wird. Darüber hinaus werden Pflichtübungen, die leichter als M8 geturnt werden nicht mit einem Malus (Punktabzug) belegt. Ebenso ist das Kampfgericht so zu besetzen, wie in Punkt 5.2.

3.4

Termin- und Ortsverschiebungen sind nur mit Zustimmung des Gegners und des Ligaausschusses zulässig.

3.5

Die Wettkampfbegegnungen finden in der Regel samstags oder sonntags statt.

3.6

Der Ausrichter informiert den Wettkampfgegner spätestens vier Wochen vor dem Wettkampf schriftlich über Austragungsort, Wettkampfstätte, Wettkampfzeit sowie Art und Zustand der Geräte.

3.7

Jeder gewonnene Wettkampf wird mit zwei Pluspunkten, jeder verlorene Wettkampf mit zwei Minuspunkten bewertet. Bei unentschiedenem Ausgang (gleiche Endpunktzahl) erhält jede Mannschaft einen Plus- und einen Minuspunkt.

3.8

Darüber hinaus zählen gewonnene, verlorene und unentschiedene Übungsdurchgänge (Pflicht, 1. Kür, 2. Kür) nach dem gleichen Punktsystem als zweites, die Gesamtpunktzahl als drittes und die Direktbegegnung als viertes Rangfolge-Kriterium der Tabelle.

3.9

Sind in der Ligen und Jugendliga jeweils mehr als sieben Mannschaften beteiligt, sollen Dreierbegegnungen durchgeführt werden.

3.10

Der Rücktritt einer Mannschaft vor der Wettkampfrunde ist bis acht Wochen vor dem ersten Wettkampftag ohne Folgen möglich.

4.

Meistertitel , Auf- und Abstieg, Endkampf

4.1

Hessischer Vereinsmeister ist die führende Mannschaft im Endstand der Trampolin-Oberliga. Die Siegermannschaft der Jugendliga ist Hessischer Vereinsmeister der Altersklasse C. Ist die Jugendliga in Gruppen unterteilt, so wird der Sieger in einem Finalwettkampf der jeweils 3 führenden Mannschaften ermittelt.

4.2

Bei Punktgleichheit im Tabellenstand entscheidet in erster Linie die Zahl der gewonnen Übungsdurchgänge, in zweiter Linie die Gesamtpunktzahl und erst in dritter Linie die Direktbegegnung (siehe 3.8).

4.3

Der Tabellenletzte steigt in die darunterliegende Liga ab. Der Sieger einer Liga steigt in die nächst höhere Liga auf. Der Tabellenletzte der untersten Liga kann sich in einem Relegationswettkampf wieder für diese Liga qualifizieren. Dieser Wettkampf kann entfallen, wenn es nicht genügend Bewerber um den oder die freien Plätze gibt.

4.3.1

Je nach Konstellationen in der Bundesliga, kann es zu einem Mehrabstieg oder Mehraufstieg kommen.

4.4

Wer sein Aufstiegsrecht als Sieger einer Liga nicht wahrnimmt, wird eine Liga herabgestuft bzw. mit einer Sperre für eine Saison belegt. Ausnahme Oberliga: Der Meister kann sich für die Relegation zur Bundesliga anmelden.

5.

Jugendliga, Endkampf

5.0

Im Endkampf ist eine höherwertige Übung in Durchgang zwei und drei als die P3 zu turnen.

5.1

Sanktion bei Unterschreitung der min. Schwierigkeitsgrad (P3 siehe Aufgabenbuch) im Endkampf: „Wer den Schwierigkeitsgrad der P3 im zweiten und dritten Durchgang nicht überschreitet bekommt 3 Punkte vom Wettkampfleiter abgezogen“

5.2

 

 


5.3

Aus der Vorrunde kommen, unabhängig von der Gruppen- und Mannschaftsanzahl, die je 3 nach Ranglisten Tabelle führenden Mannschaften in den Endkampf.  

Die dritte Übung des Endkampfes bestreiten 2/3 der angetretenen Mannschaften (mindestens drei Mannschaften) des Endkampfes. Bei der 2/3 Regelung wird bei Komma aufgerundet. (unabhängig wie viele im Finale turnen und wie viele Gruppen es gibt).

Eine Ausnahme wird gebildet, wenn nur 9 Mannschaften oder weniger an die Liga teilnehmen, hier ziehen 4 Mannschaften in den Endkampf, wovon drei den dritten Finaldurchgang turnen.

 

6.

Kampfrichterwesen und Einsatz

6.1

Die Wettkämpfe werden nach den Internationalen Wettkampfbestimmungen für das Trampolinturnen, der Deutschen Turnordnung und dieser Wettkampfordnung durchgeführt.

6.2

Bei Dreierbegegnungen stellt der gastgebende Verein einen Haltungskampfrichter, den Wettkampfleiter und den Schwierigkeitskampfrichter. Die Gastvereine stellen jeweils zwei Haltungskampfrichter.

Bei Zweierbegegnungen stellt der Gast die Kampfrichter 1 und 4, der Gastgeber die Kampfrichter 2, 5 und 6 sowie den Wettkampfleiter. Der Gastgeber beruft ebenfalls einen neutralen Kampfrichter (Kampfrichter 3), der keinem der beiden Vereine angehören darf.
Der Wettkampfleiter darf zusätzlich die Aufgaben des Schwierigkeitskampfrichters wahrnehmen.

Es dürfen nur Kampfrichter eingesetzt werden, die mindestens eine gültige Gaulizenz vorweisen können. Der Wettkampfleiter muss Inhaber einer gültigen Landeslizenz (oder höher) sein. In der untersten Landesliga darf der Wettkampfleiter auch Gaulizenz vorweisen.
Wettkämpfe sind mit fünf Haltungskampfrichter zu besetzen. Ausnahmen sind nur mit vorheriger Zustimmung des Ligaauschusses zulässig. 

7.

Kosten

7.1

Die beteiligten Vereine tragen alle Kosten, die durch Ausrichtung und Teilnahme an den Wettkämpfen entstehen.

8.

Meldegeld

8.1 

Das Meldegeld richtet sich nach die Geschäftsordnung des Hessischen Turnverbands und ist im Voraus zu überweisen.

8.2

Zusätzlich ist ein Mannschaftspokalgeld nach der Liga-Ausschreibung fällig und bis zur namentlichen Meldefrist im Voraus zu überweisen

9.

Maßnahmen bei Verstößen

9.1

Der Ligaausschuss verhängt die Bußgelder. Für die Punkte 8.2 - 8.7 beträgt das Bußgeld 20 €. Die Bußgelder sind vom Ligaausschuss nach Abzug der tatsächlich entstandenen Kosten an den Hessischen Turnverband zu überweisen.

9.2

Nicht rechtzeitige Meldung der Startpässe

9.3

Nicht rechtzeitige Überweisung des Meldegeldes

9.4

Fehlverhalten auf Anzeige betreffend 5.2 (Kampfrichter)

9.5

Fehlverhalten auf Anzeige betreffend 3.6 (Information des Gegners durch den Ausrichter)

9.6

Nicht rechtzeitige Übersendung des Wettkampfprotokolls (vgl. 9.2)

9.7

Nicht rechtzeitige Übermittlung des Wettkampfergebnisses (vgl. 9.1)

9.8

Nichtantreten einer Mannschaft: Bußgeld 50 €

Eventuell nachgewiesene Mehrkosten des benachteiligten Vereins sind vom kostenverursachenden Verein zu tragen. Zugleich wird der Wettkampf mit zwei Minuspunkten für den nicht angetretenen und zwei Pluspunkten für den benachteiligten Verein gewertet. Außerdem wird der Wettkampf mit 6:0 Durchgangspunkten für den benachteiligten Verein gewertet. Die Wettkampfpunkte für den benachteiligten Verein werden am Ende der Saison durch das arithmetische Mittel der bisher geturnten Wettkämpfe ermittelt.

9.9

Nichtantreten gilt gleichfalls, wenn die anreisende Mannschaft später als eine Stunde nach Wettkampfbeginn eintrifft. Ein verspätetes Eintreffen aus wichtigem Grund (höhere Gewalt) ist hiervon ausgenommen. Es muss nachgewiesen werden, dass die Verspätung nicht durch eigenes Verschulden (z.B. verspätete Anreise) entstanden ist. Kann dieser Nachweis erbracht werden, ist ein neuer Wettkampftermin, ohne Folgen für die Gastmannschaft, in gegenseitigem Einvernehmen zu vereinbaren. Der Ligaausschuss ist von dem neuen Termin zu unterrichten.

10.

Ergebnisübermittlung

10.1

Nach dem Wettkampf hat der Gastgeber unverzüglich, spätestens jedoch zwei Stunden nach Beendigung des Wettkampfes, den Landesligastaffelleiter über das Wettkampfergebnis zu informieren. Letzter Termin für die Ergebnisübermittlung ist Sonntag, 18:00 Uhr. Der Landesligastaffelleiter erstellt sofort die Tabelle und übermittelt diese an die Medien, die Mitglieder des Landesfachausschuss und an die an der Landesligarunde beteiligten Vereine.

10.2

Die Ergebnislisten und Protokolle sind vom ausrichtenden Verein per EDV (E-Mail) an den Landesligastaffelleiter zu übersenden. Steht keine EDV zur Verfügung, können die Protokolle per Fax oder Post übermittelt werden. Der Poststempel des folgenden Arbeitstages gilt als rechtzeitige Absendung.

 

 

Stand 2016